Typ-2-Diabetes – die Epidemie des 21. Jahrhunderts?
Die chronische Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus Typ 2 ist durch hohe Blutzuckerspiegel gekennzeichnet. Tückisch: Symptome wie vermehrter Durst, häufiges Wasserlassen und Müdigkeit können, müssen sich aber nicht zeigen. Unentdeckt und unbehandelt bestehen die hohen Blutzuckerwerte über Jahre – die Folge sind Schäden an Blutgefäßen und Organen.
Diabetes Typ 2 ist eine Stoffwechselerkrankung. Im Unterschied zum Diabetes Typ 1 kann die Bauchspeicheldrüse anfangs noch Insulin bilden. Beim Diabetes Typ 2 ist die Insulinproduktion gestört, oder aber es liegt eine Insulinresistenz vor.
Inhaltsverzeichnis
Unter der Lupe: Was Insulin im Körper bewirkt
Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ist ein sehr wichtiges Organ für unseren Stoffwechsel. Bei einem gesunden Menschen schütten die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin aus. Das Insulin wiederum bewirkt, dass Zucker (Glukose) von den Körperzellen aufgenommen wird.
Zucker- oder kohlenhydrathaltige Nahrung wird bereits im Mund und dann im Dünndarm in einfache Zuckerbausteine gespalten. Dabei entsteht Glukose (Traubenzucker), der wichtigste Energielieferant für Gehirn- und Muskelzellen. Die Glukose wird vom Darm in das Blut aufgenommen. Deshalb steigt der Zuckerspiegel im Blut bei jedem Menschen nach dem Essen an. Dieser gelöste Zucker wird dann zu den verschiedenen Organen und Zellen transportiert und dort zur Energiegewinnung benötigt.

Insulin ermöglicht den Transport von Zucker in die Zelle.
Damit die Glukose beispielsweise in eine Muskelzelle gelangen kann, muss allerdings ein „Schlüssel“, nämlich das Insulin, vorhanden sein. Das „Schloss“ an den Zellen ist der sogenannte Rezeptor, an den sich das Insulin binden kann. Dieser Mechanismus bewirkt, dass die Glukose durch die Zellwand hindurch in das Zellinnere gelangt. Erst dort kann aus Glukose Energie gewonnen werden.
Ist dies geschehen, sinkt der Blutzuckerspiegel wieder ab. Somit schwankt der Blutzuckerspiegel im Laufe eines Tages innerhalb bestimmter Grenzen.
Was geschieht nun genau bei Typ-2-Diabetes?
Hier geht man von zwei Ursachen aus, der Insulinresistenz und der gestörten Insulinproduktion.
Bei der Insulinresistenz wird der Körper zunehmend unempfindlicher gegenüber dem eigenen Insulin; es wird zwar noch ausreichend Insulin im Körper produziert, dieses kann aber erst verzögert und abgeschwächt an der Zelle wirken. Das hat wiederum eine Hyperinsulinämie zur Folge: Bedingt durch die Insulinresistenz bleibt zu viel Zucker im Blut – der Körper reagiert darauf mit einer gesteigerten Insulinproduktion, was die insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zusätzlich beeinträchtigt.
Von einer gestörten Insulinproduktion spricht man, wenn die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse immer weniger Insulin produzieren. Der Körper versucht die Insulinproduktion wieder anzukurbeln, was die Inselzellen weiter anstrengt und erschöpft.
Beide Faktoren, die Insulinresistenz und die gestörte Insulinproduktion, wirken zusammen und bedingen sich gegenseitig, bis es schließlich zu einem völligen Versagen der Insulinproduktion auch beim Typ 2 Diabetes kommen kann. Der Zucker verbleibt dann im Blut, was dort zu einem gefährlich hohen Blutzuckerspiegel führt.
Hauptrisikofaktor ist das Übergewicht

Über 80 Prozent der Diabetespatienten (Typ2) sind übergewichtig.
Im Gegensatz zum Typ-1-Diabetes, bei dem es noch keine Strategien zur Vorbeugung gibt, kann man gegen das Auftreten eines Typ-2-Diabetes eine Menge tun. Es ist eine Reihe von Risikofaktoren bekannt, die relativ einfach beeinflusst werden können: durch eine Änderung der Lebensweise.
Der Hauptrisikofaktor für die Entstehung eines Typ-2-Diabetes ist Übergewicht. Über 80 Prozent der Menschen mit Typ-2-Diabetes sind deutlich übergewichtig.
Ein einfaches Instrument zur Feststellung von Übergewicht ist der Body-Mass-Index (BMI), der das Verhältnis von Körpergewicht zur Körpergröße misst. Einen interaktiven BMI-Selbsttest finden Sie in der Download-Box bei DOCMED.tv.
Von Übergewicht spricht man bei einem Body-Mass-Index (BMI) über 25, von starkem Übergewicht bei einem BMI über 30.
Übergewicht ist eine Folge des modernen Lebensstils. Während die Menschen früher mehr körperliche Arbeit verrichteten, mehr zu Fuß unterwegs waren und sich fett- und zuckerärmer ernährten, weisen die heutigen Lebensgewohnheiten in die entgegengesetzte Richtung: Die Menschen bewegen sich weniger und essen mehr und ungesünder. Deshalb wird im Zusammenhang mit Typ-2-Diabetes auch oft von einer „Wohlstandskrankheit“ gesprochen.
Auch ein höheres Lebensalter begünstigt das Auftreten eines Typ-2-Diabetes. Früher sprach man von Altersdiabetes, weil vor allen Dingen Personen im mittleren und höheren Lebensalter davon betroffen sind. Heute wird Typ-2-Diabetes aber immer häufiger bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen festgestellt.
Die nahe Verwandtschaft mit einem Menschen mit Typ-2-Diabetes ist ein Risikofaktor. So ist das Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken, deutlich erhöht, wenn die Eltern betroffen sind. Dabei steigt das Risiko für eine Person bei nur einem Elternteil mit Diabetes Typ 2 auf 40 Prozent, sind beide Eltern betroffen, steigt es sogar auf 80 Prozent. Eineiige Zwillinge weisen ein Risiko von 90 Prozent auf, wenn bereits einer der Zwillinge erkrankt ist.
Auffällig ist die Rolle der Vererbung bei einer speziellen Form von Diabetes Typ 2, die bereits bei Kindern und Jugendlichen vor dem 25. Lebensjahr auftritt: MODY (Maturity Onset Diabetes mellitus in Young people) ist eine seltene, meist aber dominant erbliche Sonderform des Diabetes. Circa ein bis fünf Prozent der Menschen mit Diabetikes in Deutschland sind von MODY betroffen.
Diabetes Typ 2: Die Epidemie der Zukunft?

Zunahme der Diabeteserkrankungen in Deutschland seit 1970
Einer Studie zufolge sind 4,7 Prozent der Männer und 5,6 Prozent der Frauen zwischen 18 und 79 Jahren in Deutschland an Typ-2-Diabetes erkrankt1. Zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr sind mehr Männer als Frauen betroffen, ab dem 60. Lebensjahr kehrt sich das Verhältnis um.
Überraschend ist die hohe „Dunkelziffer“: In einer Studie mit Personen zwischen 55 und 74 Jahren wurde bei 8,2 Prozent ein bisher unentdeckter Diabetes festgestellt2. Diese hohe Zahl lässt sich damit erklären, dass die Krankheit relativ symptomarm verläuft und die Betroffenen lange Zeit nichts bemerken.
Erschreckend ist auch die Zunahme der Diabeteserkrankungen von circa 2 Millionen in den 70er-Jahren auf 6 bis 8 Millionen im Jahr 20083.
Hoher Blutzucker und die Folgen: die Makroangiopathie
Gefürchtete Folgekrankheiten des Diabetes sind Schäden an den großen und mittleren Arterien. Diese Makroangiopathie (Makro = groß, Angio= Gefäß, pathie = Erkrankung) entspricht dem Bild der Arteriosklerose, die praktisch jeden Menschen im Alter betreffen kann. Allerdings erkranken Patienten mit Diabetes früher und häufiger daran.

Herzinfarkt - für Diabetiker besonders gefährlich
Sind die Herzkranzgefäße von der Makroangiopathie betroffen, spricht man von einer koronaren Herzerkrankung. Oftmals hat diese einen Herzinfarkt zur Folge, der gerade bei Menschen mit Diabetes häufig tödlich endet.
Die Beschwerden, die einem solchen Ereignis in der Regel vorangehen – wie Enge- oder Druckgefühl oder Brennen hinter dem Brustbein –, sind bei Personen mit Diabetes wegen der begleitenden Nervenschädigungen oft nur gering ausgeprägt. Das Risiko für eine koronare Herzerkrankung (KHK) und einen Herzinfarkt steigt sowohl für Menschen mit Typ-1- als auch mit Typ-2-Diabetes mit der Dauer der Diabeteserkrankung.
Insbesondere für Frauen mit Diabetes mellitus ist das Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben, viermal größer als bei Frauen ohne Diabetes mellitus, und gegenüber Männern mit Diabetes ist es zweifach erhöht4.
Im Gehirn kann die makroangiopathische Gefäßerkrankung zu einem Schlaganfall führen. Studien konnten zeigen, dass Personen mit Diabetes ein zwei- bis dreifach höheres Schlaganfallrisiko gegenüber Personen ohne Diabetes haben5.
Schließlich können die größeren und mittleren Arterien der Beine eingeengt oder sogar verschlossen sein. Dabei treten oft typische Beschwerden in Form von Schmerzen in der Wade oder auch im Oberschenkel auf, die zum Stehenbleiben zwingen. Daher auch der Name „Schaufensterkrankheit" (periphere arterielle Verschlusskrankheit, PAVK). Aber auch hier können Schmerzen als Warnsignal fehlen.
Das metabolische Syndrom: eine Kombination mehrerer Risikofaktoren
Wenn Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck und Insulinresistenz gemeinsam auftreten, ist das eine höchst gefährliche Kombination. Das Zusammenspiel dieser Krankheiten ist der größte Risikofaktor für arteriosklerotische Veränderungen an den Gefäßen und damit auch für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall – schließlich die häufigsten Todesursachen in Deutschland.
Genau genommen lautet die einschlägige Definition: Wenn zum Übergewicht noch zwei der drei Faktoren Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck und Insulinresistenz hinzukommen, spricht man von einem metabolischen Syndrom. Tückisch dabei: Meistens verlaufen diese Erkrankungen relativ beschwerdefrei. Deshalb suchen die Betroffenen oft erst viel zu spät den Arzt auf – etwa wenn schon ernstzunehmende Schäden an den Organen entstanden sind.
Hoher Blutzucker und die Folgen: die Mikroangiopathie
Zu den Spätfolgen des Diabetes mellitus gehören auch die Erkrankungen der kleinen Blutgefäße (Mikroangiopathie).
Die Mikroangiopathie betrifft häufig auch die Niere (diabetische Nephropathie, Nephro = Niere, pathie = Krankheit). Durch Veränderungen der Wände der kleinen Blutgefäße in den Nieren wird die Filterfunktion der Niere zunehmend beeinträchtigt. Dadurch gehen dem Körper kleine Eiweißmoleküle (Albumin) verloren. Im weiteren Verlauf kommt es zu einem zunehmenden Eiweißverlust über die Niere (Makroalbuminurie); hinzu kommen Blutdrucksteigerung, Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes und Infektanfälligkeit. Ist die Nierenfunktion schließlich hochgradig gestört, spricht man vom Nierenversagen, das eine Dialysebehandlung notwendig macht.
Um eine diabetische Nephropathie rechtzeitig zu erkennen, sollte bei Patienten mit Diabetes mindestens einmal pro Jahr die Albuminkonzentration im Urin bestimmt werden.
Erkrankungen des Nervensystems im Rahmen eines Diabetes mellitus sind sehr häufig, besonders bei Diabetes Typ 2. Diese Nervenschädigungen bezeichnet man als diabetische Neuropathie. Dabei hängt das Erkrankungsrisiko von der Dauer des Diabetes und der Stoffwechsellage ab. Die Schädigungen können im Prinzip jeden einzelnen Nerv des Körpers betreffen; es lassen sich jedoch zwei Hauptformen unterscheiden: die periphere und autonome Polyneuropathie.
Die periphere Polyneuropathie betrifft den Teil des Nervensystems außerhalb des Gehirns oder des Rückenmarks. Dabei handelt es sich sowohl um willentlich als auch um nicht willentlich gesteuerte Nervenbahnen. Die Schäden machen sich zunächst an den Füßen und Unterschenkeln bemerkbar, in einem späteren Erkrankungsstadium auch an Armen und Händen. Diese Form der Nervenstörung spielt auch für die Entstehung des diabetischen Fußsyndroms eine wichtige Rolle.
Die periphere Polyneuropathie macht sich durch folgende Symptome bemerkbar:
- vermindertes Schmerz- und Temperaturempfinden
- Missempfindungen wie Kribbeln oder Ameisenlaufen
- Schmerzen oder Brennen
- verminderte Reflexe, zum Beispiel verminderter Achillessehnenreflex
- schlaffe Muskellähmungen.
Die autonome Polyneuropathie betrifft die Nerven, die nicht mit dem eigenen Willen gesteuert werden können (zum Beispiel der Herzschlag). Solche Nervenschädigungen äußern sich durch Störungen an verschiedenen Organen, unter anderem durch:
- stumme (schmerzlose) Herzinfarkte
- gestörte Regulation der Herzfrequenz und Herzrhythmusstörungen
- gestörte Regulation des Blutdrucks und der Durchblutung
- gestörte Schweißsekretion
- Bewegungs- und Funktionsstörungen von Magen, Darm und Speiseröhre
- beeinträchtigte Blasenentleerung, Inkontinenz
- sexuelle Störungen, zum Beispiel Impotenz
- gestörte Pupillenreflexe, Augenmuskellähmungen
- Störungen in der Blutzuckerregulation
- Lähmungen von Gesichtsmuskeln.
Retinopathie: Schäden an der Netzhaut als Folge von hohem Blutzuckerspiegel
Besonders häufig sind durch den dauerhaft hohen Blutzucker die Augen, genauer gesagt, die Netzhaut, betroffen. Die entstehenden Schäden nennt man diabetische Retinopathie (Retina = Netzhaut, pathie = Krankheit). Nach einer Diabetesdauer von 15 bis 20 Jahren leiden circa 80 Prozent der Typ-2-Diabetes-Patienten an einer massiven Nezthautschädigung.
Bei der diabetischen Retinopathie bilden sich zu Beginn Aussackungen an den kleinen Blutgefäßen der Netzhaut. Diese kommen durch Ablagerungen aus Zucker, Eiweißen und Fetten (Plaques) zustande. Diese Plaques können einreißen und das Gefäß verschließen. Bei der proliferativen Retinopathie bilden sich außerdem neue Blutgefäße an der Netzhaut. Als Folge können Blutungen oder kleine Infarkte an der Netzhaut oder am gelben Fleck (Makula) auftreten. Häufig auftretende Blutungen und Infarkte können dann zu einer Netzhautablösung und zur Erblindung führen.
Die diabetische Retinopathie verläuft lange Zeit ohne Symptome, obwohl schon erhebliche Veränderungen an der Netzhaut sichtbar sein können. Da fortgeschrittene Veränderungen eine deutlich schlechtere Prognose haben, ist ein frühes Erkennen durch den Augenarzt äußerst wichtig.
Das diabetische Fußsyndrom
Das diabetische Fußsyndrom ist eine gefürchtete Folgeerkrankung des Diabetes mellitus. Je nachdem, ob die Nervenschädigungen oder Durchblutungsstörungen im Vordergrund stehen, zeigen sich unterschiedliche Symptome des diabetischen Fußes. In vielen Fällen sind beide Formen miteinander kombiniert.
Bei der Polyneuropathie ist die fehlende Schmerzwahrnehmung typisch, was ein frühes Bemerken kleinerer Wunden verhindert. Häufigster Auslöser von Verletzungen am Fuß sind ungeeignete, zu enge Schuhe, jedoch auch Fehler bei der Nagelpflege. In Folge kann sich die Wunde mit Bakterien infizieren und auf benachbarte Hautgebiete übergreifen. Bei Durchblutungsstörungen in den Extremitäten ist die Haut kalt und dünn, deshalb besonders an den Fersen und Zehen empfindlich für Verletzungen. Auch hier kann sich eine anfänglich kleine Verletzung zu einem großflächigen Geschwür ausweiten.
Die Behandlung stellt sich oft als sehr langwierig und schwierig dar. Manchmal bleibt als letzte therapeutische Möglichkeit nur noch die Amputation der betroffenen Gliedmaßen.
1 Thefeld W (1999): Prävalenz des Diabetes mellitus in der erwachsenen Bevölkerung Deutschlands, in: Gesundheitswesen 61 (Sonderheft 2), S85-S89
2 Rathmann W, Haastert B, Icks A, Löwel H, Meisinger C, Holle R, Giani G (2003): High prevalence of undiagnosed diabetes mellitus in Southern Germany: Target populations for efficient screening. The KORA survey 2000, in: Diabetologia 46, 182-189
3 Aussage von Frau Prof. Kellerer
4 Löwel H, Koenig W, Engel S, Hormann A, Keil U (2000): The impact of diabetes mellitus on survival after myocardial infarction: can it be modified by drug treatment? Results of a populationbased myocardial infarction register follow-up study, in: Diabetologia, 43: 218–226
5 Rodriguez BL, D’Agostino R, Abbott RD u.a. (2002).: Risk of hospitalized stroke in men enrolled in the Honolulu Heart Program and the Framingham Study: a comparison of incidence and risk factor effects, in: Stroke 33: 230–236
Bilder: iStockphoto (2), Shutterstock (1), Wikimedia Commons: National Eye Institue (U.S. National Institutes of Health) (1)
Glossar
Arteriosklerose (Atherosklerose)
Umgangssprachlich „Arterienverkalkung“; Schädigung der Arterien durch Ablagerungen von Blutfetten, Blutpfropfen, Bindegewebe und Kalk in den Gefäßwänden
Dialyse
Blutreinigungsverfahren, das bei Nierenversagen angewendet wird
Herzinfarkt, akuter (Myokardinfarkt, akuter)
Akute und lebensbedrohliche Erkrankung des Herzens, bei der wegen einer Durchblutungsstörung Teile des Herzmuskels absterben
Herzkranzgefäße, arterielle
(Koronatarterien) Arterien, die auf der Oberfläche des Herzens angeordnet sind
und den Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen.
Hyperinsulinämie
Erhöhte Insulinausschüttung aufgrund verminderten Ansprechens der Zellen auf Insulin (Insulinresistenz)
Impotenz
Unfähigkeit, eine Erektion zu bekommen oder zu halten
Inkontinenz
Unfähigkeit, die Ausscheidung von Urin (Harninkontinenz) oder Stuhlgang (Stuhlinkontinenz) zu kontrollieren. Je nach Ausprägung gehen Urin und/oder Stuhlgang erst bei Anstrengungen wie Husten und Pressen ab, unter Umständen aber auch spontan.
Inselzellen
Insulinproduzierende Zellen in den Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse
Insulin
Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird und den Blutzuckerspiegel senkt; es hat eine „Schlüsselfunktion“ und ermöglicht den Transport von Zucker aus dem Blut ins Zellinnere, sodass die Zellen Energie bekommen.
Koronare Herzkrankheit (KHK)
Erkrankung der Herzkranzgefäße, die durch Arteriosklerose (siehe dort) verursacht wird; Ablagerungen führen zu Gefäßverengungen und damit zu einer verminderten Durchblutung
Rezeptor
Bindungsstelle auf oder in Zellen für Signalstoffe (zum Beispiel Wachstumsfaktoren, Überträgerstoffe, Hormone), die in der Zelle bestimmte Prozesse anregen








