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Krebs ist kein Todesurteil

Prominente Beispiele wie Lance Armstrong, der nach fortgeschrittenem Hodenkrebs sieben Mal die Tour de France gewann, zeigen, dass Krebs heute in vielen Fällen heilbar ist.

Verschiedene Krebsarten, die vor 30 oder 40 Jahren noch häufig tödlich verliefen, haben heute Heilungsraten von 80 bis 90 Prozent. Der Hodgkin’sche Lymphdrüsenkrebs ist ein Beispiel dafür.

Laut Prof. Dr. med. Otmar Wiestler vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg liegt das zum Teil an neuen Medikamenten, „die den Krebs an der Wurzel packen“. Die Wirkstoffe greifen in den Zellen an den Mechanismen an, die zu Krebsentstehung führen. Solche Medikamente gibt es heute zum Beispiel gegen Brustkrebs und Blutkrebserkrankungen.

Für die Entdeckung, dass bestimmte Viren Krebs auslösen können, hat Professor Harald zur Hausen vom Deutschen Krebsforschungszentrum im vergangenen Jahr den Nobelpreis erhalten. Auf seiner Entdeckung basiert die Entwicklung eines Impfstoffes zur Vorbeugung von Gebärmutterhalskrebs.

 


Quellen: Prof. Dr. med. Otmar Wiestler

Bilder: Shutterstock (9), iStock (11), Deutsches Krebsforschungszentrum (2)

Animation: DOCMED.tv



Beim Hodgkin'schen Lymphdrüsenkrebs werden heute Heilungsraten von bis zu 90 Prozent erreicht. (Grafik zeigt ein schematisiertes Lymphsystem des Menschen)