Natürliche Fitmacher für die Leber
Durch unseren Selbsttest für die Leber wissen Sie, ob Sie gefährdet sind. Änderungen der Lebensweise wie mehr Sport und gesunde Ernährung tun der Leber gut, aber auch natürliche Fitmacher wie bestimmte Heilpflanzen.
Die Leber ist ein Multifunktionsorgan und Hauptumschlagplatz im Stoffwechselgeschehen. Ist das Organ zu stark belastet, leiden seine Funktionsfähigkeit und damit der ganze Organismus. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihrer Leber auf natürlichem Wege zu neuer Stärke verhelfen können. Die Heilpflanzen sind teilweise auch als Tee käuflich. Sie sollten jedoch höchstens 2–3 Tage, aber nicht wochenlang getrunken werden. Ansonsten kann dies gesundheitsschädliche Wirkungen haben. Mit Dragees oder Kapseln ist dagegen auch eine mehrwöchige Kur möglich. Halten Sie aber unbedingt mit einem Arzt Rücksprache, denn Heilkräuter enthalten medizinisch aktive Stoffe. Sind sie als Nahrungsergänzungsmittel deklariert, besteht wiederum das Risiko, dass die Dosierung nicht adäquat ist.

Löwenzahn enthält einen Stoff, der den Gallenfluss anregt und die Leber entlastet.
- Löwenzahn: Die Wurzeln und Blätter des allgegenwärtigen „Unkrauts“ enthalten Bitterstoffe, vor allem Taraxazin. Es regt den Gallenfluss an, fördert die Fettverdauung und entlastet die Leber. Wurzeln und Kraut gibt es in Form von Tee, Pflanzensaft, Tropfen und Dragees.
- Mariendistel (Silymarin) wirkt entzündungshemmend und ist ein Zellstabilisator, der die Leber gegen die Folgen von Giften und Alkohol in gewissem Maße schützt. Zu verdanken ist diese Wirkung dem Inhaltsstoff der Mariendistelfrüchte, dem Silymarin, einem Sauerstoffradikalenfänger. Diese Effekte werden durch Studien belegt. Dieser Pflanzeninhaltsstoff (Flavonoid) sorgt u. a. dafür, dass giftige Substanzen nicht so leicht in die Leberzellen eindringen können, indem er die äußere Hülle der Leberzellen stärkt. Verdauungsbeschwerden und entzündliche Lebererkrankungen werden gelindert. Es gibt Silymarin in Form von Kapseln und Dragees in der Apotheke. Leber-Galle-Tees enthalten zwar auch Mariendistel, das Silymarin ist aber nicht wasserlöslich, sodass von ihnen kaum Effekte zu erwarten sind.
- Artischocken enthalten neben Vitaminen, Eisen und Magnesium viel Zynarin. Zynarin stimuliert den Gallenfluss und lindert dadurch Blähungen und Völlegefühl. Außerdem regt es die Leberzellen zur Teilung an und fördert dadurch die Leberregeneration. Zynarin sollte über einen Zeitraum von 6 Wochen eingenommen werden – so lange brauchen die Leberzellen, um sich neu zu bilden. Die höchste Zynarinkonzentration findet sich in den Blättern der Artischocke. Wenn Gallensteine vorliegen, sollten Artischocken-Präparate nur nach Rücksprache mit dem Arzt eingenommen werden.

Schöllkraut regt die Bildung von Gallenflüssigkeit an.
- Schöllkraut wurde bereits im Mittelalter bei Leber- und Gallenleiden angewandt. Besonders wichtiger Inhaltsstoff des Schöllkrauts ist das Alkaloid Chelidonin. Es wirkt entspannend auf Magen-Darm-Muskeln, Krämpfe werden gelöst und Gallenflüssigkeit wird vermehrt gebildet. Schöllkraut gibt es als Tee oder in Form von Kapseln und Tropfen.
- Kurkuma: Die traditionelle indische Medizin setzt die Heilpflanze Curcuma longa schon lange zur Behandlung von Leber-Gallenfluss-Störungen ein. Der Hauptwirkstoff ist Kurkumin, das entzündliche Vorgänge in den Leberzellen bremst und den Gallenfluss steigert. In Kapsel- oder Drageeform erhältlich. Gelegentlich kann es Überempfindlichkeiten und allergische Nebenwirkungen auslösen.
KAFFEE IN MAßEN HILFT GEGEN LEBERKREBS
Japanische Wissenschaftler haben in einer Studie die Daten von etwa 19.000 Personen nach Kaffeekonsum und Leberkrebs-Auftreten ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass regelmäßige Kaffeetrinker im Vergleich zu Nicht-Kaffee-Trinkern ein deutlich reduziertes Risiko hatten, an Leberkrebs zu erkranken. Möglicherweise hat ein Kaffee-Inhaltsstoff diesen günstigen Schutzeffekt. Allerdings sollte der Kaffee zwar regelmäßig, aber in Maßen getrunken werden.
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